Stadtteilbibliothek Beuel Ost in der IGS

Gegen die Schließung der Stadtteilbibliothek Beuel Ost?


Unterstützen Sie diese für das kulturelle und soziale Leben in unserem Stadtgebiet so wertvolle Bildungseinrichtung! Wir brauchen Ihre Hilfe!


Liebe Freunde und Nutzer der Stadtteilbibliothek Beuel-Ost,
in der Kulturausschuss-Sitzung hat die politische Mehrheit den Änderungsantrag von CDU, Bündnis 90/ Die Grünen und der FDP (Markus Schuck, Tim Achtermeyer und Prof. Dr. Wilfried Löbach // f.d.R. die Fraktionsgeschäftsführer Georg Fenninger, Tom Schmidt, Achim Haffner) beschlossen:


Jamaika will die Stadtteilbibliothek schließen,
die Bücherei wird Schulbibliothek der IGS.


Diese drastischen Schritte sind unverständlich, weil die Grundsteuer demnächst wieder erhöht werden soll und durch die steigenden Kosten vielen Menschen Geld auch für Medien fehlen wird. Auch der IGS wird ein nachhaltiger Schaden zugefügt, denn die Stadtteil- und Schulbibliothek ist seit 1982 ein Aushängeschild der Gesamtschule und wird NRW-weit als Vorzeigemodell betrachtet.


In der nächsten Woche entscheidet der Stadtrat endgültig über die Büchereien.

Gemeinsame Aktion vor der Sitzung des
Stadtrates am 7. Mai 2015
von 17:30 Uhr bis 18 Uhr
vor dem Ratssaal im Stadthaus

Kommen Sie zu der letzten Aktion, damit die Politiker sehen, dass Menschen jeden Alters auf den Erhalt ihrer Stadtteilbibliothek Wert legen und gegen eine Sparpolitik „am Bürger vorbei“ sind.
Mehr Info?
www.kultimo.de, Bonner #BibliothekenRetten oder
www.kultimo.de/bib-beuel-ost


Helfen Sie uns bitte und machen Sie sich für den Erhalt der Stadtteilbibliothek Beuel-Ost stark!

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe sagt die AG „Erhalt der Stadtteilbibliothek Beuel-Ost“!
v.i.S.d.P. Ruth Breiholz

Dieser Aufruf zum Herunterladen und Verteilen im PDF

Was meint die Jamaika-Koalition mit „Bielefelder Modell“?

Der Vorsitzende des Fördervereines Stadtbibliothek Bonn, Elmar Conrads-Hassel (FDP), sprach sich bereits auf dem „Liberalen Treff“ im Februar 2015 für die Erhaltung der Stadtteilbibliotheken mit dem „Bielefelder Modell“ aus. Die Jamaika-Koalition und die Stadtverwaltung prüfen derzeit [vor dem Beschluss vom 29.4.2015]  die Anwendbarkeit des Bielefelder Modelles in Bonn, um Kosten für das städtische Personal in den Stadtteilbibliotheken einzusparen. Die Jamaika-Koalition setzt mit ihrem Änderungsantrag http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/14/1412893AA17.pdf den Ehrenamtlichen die Pistole auf die Brust: Bielefelder Modell oder Schließung?

Für eine Stadtteilbibliothek mit Bielefelder Modell würden 20 bis 30 Ehrenamtliche benötigt, die sich und die Stadtteilbibliothek selbst organisieren, jeder Einzelne verpflichtet sich zu 3 Stunden wöchentlicher oder vierzehntäglicher Mitarbeit. Die städtischen Fachkräfte werden durch Ehrenamtliche vollständig ersetzt, 10 Wochenstunden kann in der Stadtbibliothek Bonn telefonisch fachlicher Rat eingeholt werden.

Bonner Bibliothekskultur - Falsche Signale

Es ist kein „Ehrenamt“ mehr, wenn Politik und Verwaltung auffordern, städtische Mitarbeiter auf ihrem Arbeitsplatz durch kostenlosen Arbeitseinsatz zu ersetzen. Schon gar nicht, wenn unklar ist, ob die Mitarbeiter weiter bei der Stadt beschäftigt werden. Der große Unterschied zu Bielefeld ist jedoch, dass die Stadtteilbibliotheken zu Gunsten der Zentrale geschwächt werden. Maximaler Komfort und Fachkräfte für die einen Nutzer, 0-€-Jobber für die anderen. Die Stadtbibliothek Bielefeld hingegen beschränkt die Öffnungszeit auf 35 Stunden und stärkt alle Stadtteilbibliotheken durch attraktive Öffnungszeiten.

Für Bonner Stadtteilbibliotheken scheint es keine Qualitätsstandards zu geben, denn Schulungen und Fortbildungen ersetzen keine dreijährige Berufsausbildung zur Fachangestellten (FaMi). Drei Stunden Mitarbeit ersetzen keine Berufserfahrung.

Fatal ist das Signal für Kinder und Jugendliche. Einige Kinder werden fragen: „Mama/Papa, warum machst Du die Arbeit von Frau XYZ und wo ist sie?“ Die Kinder erleben an ihrer Gesamtschule, wie Eltern und Großeltern in ihrer Freizeit die Arbeit der wohlbekannten Fachkräfte erledigen, die weg sind. Wie soll man Kindern noch vermitteln, dass sich eine Ausbildung lohnt?

In Bielefeld gelten höhere Qualitäts- und Bildungsstandards, es gibt dort zwei kombinierte Schul- und Stadtteilbibliotheken in Räumen einer Gesamtschule wie in Beuel Ost, die beide hauptamtlich geführt werden. Ruft man dort an und fragt nach Ehrenamtlichen, bekommt man: „Das müssen doch Fachkräfte machen!“ als Antwort.

Damit nicht genug:

Die Bonner Jamaika-Koalition will jetzt die komplette Schließung des seit 1982 erfolgreichen und beliebten Erfolgsmodelles beschließen und nimmt damit auch der Leseförderung ihren Platz im Stadtgebiet.

Es ist nicht zu fassen, dass bei einem 64 Mio € - Kulturhaushalt in 2015 keine einzige Fachkraftstelle vor Ort erhalten werden kann.

Wir hoffen, dass die Bibliothekskultur und die Belebung der Stadtgebiete in Bonn doch noch eine Chance bekommt. Sonst verpasst Bonn den Trend, der in Berlin und Wien schon längst erkannt worden ist.

Wieso steht die Stadtteilbibliothek Beuel Ost vor der Schließung? Wieso gibt es diese neue Website?

Noch im Oktober 2014 berichtete der General-Anzeiger nach einem Gespräch mit Kulturdezernent Martin Schumacher und Bibliothekschefin Gabriele Belloff: „Ziel ist es, pro Stadtbezirk eine Zweigstelle zu erhalten. Nicht angetastet werden demnach … die in Beuel-Ost, die in der Gesamtschule untergebracht ist.“ Einen Tag später antwortete Guido Déus auf die Frage nach Bibliotheksschließungen: „Auch in diesem Fall hat sich die Stadt für die falsche Bibliothek (Beuel Mitte) entschieden.“ (GA, 18.10.2014) Herr Déus hat die beiden Büchereien gegeneinander ausgespielt, obwohl beide einen eigenen Nutzerkreis haben und erhaltenswert sind. Die Stadtverwaltung wollte die Stadtteilbibliothek Beuel Ost erhalten, jetzt stehen wir dank des Beschlusses der BV Beuel vor der Schließung.

Die Schülervertretung der IGS reagierte darauf Ende November mit dem Bürgervorschlag „An Bildung sparen, der richtige Weg für die Zukunft?“ bei „Bonn macht mit!“ und machte sich für den Erhalt aller Stadtteilbibliotheken stark. Anfang Januar folgte dann der Bürgerantrag zur Erhaltung der Stadtteilbibliothek Beuel Ost und im Februar der Bibi-Slam mit der Übergabe von 1.721 Unterschriften.

Trotzdem sieht es für die Zukunft unserer beliebten Stadtteilbibliothek schwarz aus. Wir sind deshalb froh, dass wir jetzt eine Website haben und schließen uns dem gemeinsamen Kampf für die Erhaltung der Stadtteilbibliotheken an. Die Entwicklung der Situation in Beuel Ost kann man anhand des Pressespiegels (weiter unten) nachvollziehen.

Herzlichen Dank an Karen für die Mühe mit der Website Beuel Ost!